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Corona - Info Land Brandenburg

Amt Nennhausen, den 15. 10. 2020

Kontaktbeschränkungen und Maskenpflicht

Erlaubt: Nach der Umgangsverordnung sind fast alle sozialen und gesellschaftlichen Aktivitäten erlaubt, sofern die Fallzahlen unter bestimmten Grenzwerten bleiben. Es gibt allerdings Begrenzungen für öffentliche und private Feiern, die nicht als Großveranstaltungen zählen. Öffentlichen Orte wie Parks oder Spielplätze dürfen ohne "triftigen Grund" betreten werden.

Nicht erlaubt: Zu allen Menschen ist weiterhin ein Abstand von 1,5 Metern zu wahren.

 

 

Maskenpflicht

Eine Maskenpflicht gilt in Geschäften, bei Gewerbeanbietern mit Kundenkontakt, für Besucher in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, im ÖPNV, in Taxen und Reisebusreisen, bei Stadtrundfahrten, Schiffsausflügen und vergleichbaren touristischen Angeboten im geschlossenen Innenbereich eines Fahrzeugs. Wer dagegen verstößt, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 50 bis 250 Euro rechnen.

Außerdem müssen Mund und Nase bedeckt werden in Gebäuden, die für den Publikumsverkehr zugänglich sind, wie zum Beispiel Flughäfen. Auch in Schulgebäuden gilt außer während des Unterrichts Maskenpflicht. Ausgenommen von der sogenannten Maskenpflicht sind Kinder unter sechs Jahren und Menschen mit ärztlichem Attest.

Sollten sich in Landkreisen oder kreisfreien Städten innerhalb von sieben Tagen mehr als 35 Personen pro 10.000 Einwohner neu infizieren, tritt eine Maskenpflicht für Angestellte und Gäste in Gastgewerben in Kraft, sofern diese sich nicht an ihrem Platz aufhalten. Das gilt außerdem für Personal und Gäste in Büro- und Verwaltungsgebäuden, die sich nicht direkt an ihrem Arbeitsplatz aufhalten - also beim Gang zur Toilette oder Kantine, sowie auf Fluren und in Aufzügen.

In Cottbus müssen zudem Gehörlose und stark hörgeschädigte Menschen und ihre Begleitpersonen keine Maske tragen. Nach Erkenntnissen des Landesverbands der Gehörlosen ist das in Brandenburg die einzige Ausnahmeregelung dieser Art.

 

 

Private Feiern

Erlaubt: Bislang gilt in Brandenburg für private Feiern in der Wohnung oder im Garten eine eine Obergrenze von 75 Teilnehmern. Haushaltsfremde Personen müssen die geltenden Abstandsregeln einhalten. Sobald jedoch mehr als 35 pro 100.000 Menschen in einer Woche in Brandenburg positiv auf das Coronavirus getestet werden, gelten schärfere Obergrenzen: maximal 50 Personen im Freien, maximal 25 Personen in Innenräumen. Zudem müssen Feiern dann drei Tage vorher dem Gesundheitsamt gemeldet werden.

Sollten mehr als 50 Menschen auf 100.000 Einwohner in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt innerhalb von sieben Tagen neu infiziert sein, verschärfen sich die Obergrenzen weiter. Dann gilt: maximal 25 Personen im Freien und 10 Menschen in Innenräumen. Bei Verstößen gegen die Obergrenzen droht Veranstaltern ein Bußgeld bis zu 1.000 Euro.

Nicht erlaubt: Großveranstaltungen sind in Brandenburg weiterhin untersagt - vorerst bis Ende des Jahres. Auch müssen Organisatoren bei allen Feiern und Versanstaltungen sicherstellen, dass Teilnehmer einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten.

 

 

Einzelhandel

Erlaubt: Alle Geschäfte dürfen unabhängig von der Größe der Verkaufsfläche öffnen.

Nicht erlaubt: Die Maskenpflicht in Geschäften gilt in Brandenburg weiterhin. Ausgenommen davon sind Kinder unter sechs Jahren und Menschen, die zum Beispiel aufgrund körperlicher Beeinträchtigungen keine Maske tragen können. In Cottbus sind außerdem Gehörlose und stark hörgeschädigte Menschen und ihre Begleitpersonen von der Maskenpflicht ausgenommen.

 

 

Dienstleistungen

Erlaubt: Friseurbetriebe dürfen öffnen, Kundinnen und Kunden müssen allerdings Mund und Nase bedecken. Fußpflege, Kosmetik-, Nagel-, Tattoo und Sonnenstudios sowie Massagesalons dürfen wieder öffnen. Das gilt auch für erotische Massagen, sodern es nicht zum Geschlechtsverkehr kommt.

Nicht erlaubt: Der Betrieb von Dampfsaunen, Dampfbädern und ähnlichen Einrichtungen ist untersagt. Gleiches gilt für Prostitutionsstätten, Bordelle, Swingerclubs und ähnliche Angebote.

 

 

Gastronomie

Erlaubt: Gaststätten, Cafés, Kneipen und Bars dürfen ohne zeitliche Einschränkung öffnen. Es dürfen bis zu sechs Leute unterschiedlicher Haushalte zusammensitzen. Die Betreiber müssen die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln sicherstellen und Anwesenheitslisten führen. Gäste müssen für eine mögliche Rückverfolgung von Infektionsketten ihre Kontaktdaten hinterlassen. Falschangaben können mit einem Bußgeld zwischen 50 und 250 Euro bestraft werden. Auch Spezialmärkte, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Gewerbe dürfen öffnen.

Ab einem Infektionsgeschehen von 35 Personen pro 100.000 Einwohner eines Landkreises oder einer kreisfreien Stadt innerhalb von sieben Tagen müssen Gastwirte und und Gäste eine Maske tragen, sofern diese sich nicht an ihrem Tisch aufhalten.

 

 

Schulen, Universitäten und berufliche Bildung

Erlaubt: Alle Schülerinnen und Schüler können seit Beginn des Schuljahres wieder in die Schule gehen. Zwischen den Schülerinnen und Schülern fällt der Mindestabstand weg. Allerdings hat die Landesregierung angesichts drohender Schulschließungen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auf Schulen und Horte ausgeweitet.

Nun müssen auch alle Schülerinnen und Schüler sowie Erwachsenen in den Innenbereichen von Schulen, außer im Unterricht oder sonstiger pädagogischer Angebote, eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Das gilt auch in den Innenbereichen von Horteinrichtungen außerhalb der Betreuungs- und Bildungsangebote, die in Gruppen-, Bewegungs- und sonstigen pädagogischen Räumen stattfinden, sowie für Lehrendenzimmer. In allen Aufenthaltsräumen muss regelmäßig gelüftet werden.

Hochschulen können Präsenz-Lehrveranstaltung durchführen, sofern auf der Grundlage eines geltenden Hygienekonzepts die Einhaltung der erforderlichen Abstands- und Hygieneregeln im Einzelfall sichergestellt wird [mwfk.brandenburg.de]. Räume müssen dabei regelmäßig gelüftet werden, außerdem werden Anwesenheitslisten geführt. Die Hochschulen führen den Lehrbetrieb unter den Maßgaben der Landesregierung und den Gegebenheiten vor Ort eigenverantwortlich durch.

Mit ihrer Umgangsverordnung hat die Landesregierung das Abstandsgebot in der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung aufgehoben. Voraussetzung dafür sind feste Lerngruppen sowie die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Nicht erlaubt: Lehrer und Erzieher müssen untereinander weiter einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten. Das gilt auch im Lehrerzimmer.und Kitas.

 

Kitas

Erlaubt: Die Brandenburger Kitas sind für alle Kinder geöffnet. Das Abstandsgebot gilt in Kitas, sowie in den Bereichen der Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit und der Hilfen zur Erziehung nicht mehr. Allerdings sind besondere Hygiene-Regeln wie die Reinigung von Kontaktflächen einzuhalten. Die Zusammensetzung der Kindergruppen soll möglichst konstant sein.

Nicht erlaubt: Erzieher müssen untereinander sowie zum sonstigen Kita-Personal weiterhin den Mindestabstand wahren. Eltern und betreuende Personen sind in vielen Einrichtungen angehalten, alleine zu erscheinen und eine Maske zu tragen.

 

 

Verkehr und Flughäfen

Erlaubt: In den öffentlichen Verkehrsmitteln besteht die Pflicht zum Tragen eines Schutzes, der Mund und Nase bedeckt. Davon ausgenommen sind Kinder unter sechs Jahren und Personen mit Attest.

Eine weitere Ausnahme vom allgemeinen Abstandsgebot hat Brandenburg für die für den Publikumsverkehr zugänglichen Bereiche von Flughäfen geschaffen, sofern diese den ordnungsgemäßen Betrieb nicht anders aufrechterhalten können.

Nicht erlaubt: In Bussen und Bahnen ist der Kontakt mit den Fahrerinnen und Fahrern zu vermeiden. Allerdings ist es den örtlichen Verkehrsunternehmen in Brandenburg laut Aussage des Verkehrverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) mittlerweile selbst überlassen, ob sie den vorderen Türbereich von Bussen absperren.

 

 

Sport und Sportveranstaltungen

Erlaubt: Sport in und auf allen Sportanlagen ist erlaubt, solange er kontaktfrei erfolgt. Die Betreiber müssen die Einhaltung der allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln, sowie die Steuerung und Beschränkung des Zutritts und des Aufenthalts sicherstellen. Wenn beim Sport gemeinsame Geräte benutzt werden, müssen diese regelmäßig desinfiziert werden, außerdem sollen sich die Sportler regelmäßig die Hände waschen, Hallen sollen zudem gelüftet werden. Der Wettkampfbetrieb darf unter den genannten Hygienebestimmungen stattfinden.

Schwimmbäder, Spaß- und Freizeitbäder, Thermalbäder, Freibäder und sonstige Badeanlagen dürfen öffnen. Hier gelten die gleichen Anforderungen wie für die Sportanlagen.

Für Sportler gilt altersunabhängig kein Kontaktverbot mehr in der Halle, sodass Indoor-Kontaktsport wieder ohne Alterseinschränkungen möglich ist. Ausnahmen gelten bei der Gruppengröße. Wer Fuß- oder Handball spielt oder bei Judo oder Ringen mitmacht, kann künftig wieder in der Halle trainieren - allerdings mit feststehenden Gruppen. Für Mannschaftssport wie Fußball sollen bis zu 30 Teilnehmer erlaubt sein, für individuellen Sport wie Ringen bis zu fünf.

Für den Wettkampfbetrieb in Sportarten, in denen die Einhaltung der Abstandsregelungen bei der Sportausübung unmöglich ist, gilt nun, dass bei Wettkämpfen in geschlossenen Räumen höchstens 100 Personen (Wettkampfteilnehmende und Funktionspersonal) zeitgleich anwesend sein dürfen.

Bei größeren Sportveranstaltungen sind testweise mehr als 1.000 Zuschauer erlaubt, wenn der Veranstaltungsort groß genug ist. In Stadien und Arenen dürfen 20 Prozent der regulären Gesamtkapazität besetzt werden - in einem Stadion mit 10.000 Plätzen beispielsweise sind bis zu 2.000 Zuschauer möglich. Es gilt ein Alkoholverbot. Die Tickets werden personalisiert und den Zuschauern feste Plätze zugewiesen. Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen gilt zudem eine Maskenpflicht. Die Testphase dauert bis zum 15. November.

Nicht erlaubt: In Sportveranstaltungsorten mit einer Gesamtkapazität von 5.000 oder weniger Plätzen gilt weiterhin eine Höchstgrenze von 1.000 Zuschauern. In jedem Fall gelten die Hygiene- und Abstandsregeln.

 

 

Kultur

Erlaubt: Galerien, Museen, Ausstellungen und öffentliche Bibliotheken dürfen öffnen, sofern der Mindestabstand eingehalten wird. Auch Musikschulen dürfen den Betrieb aufnehmen. Autokinos und vergleichbare Angebote wie "Autokonzerte" dürfen für den Publikumsverkehr öffnen - und anders als andere Veranstaltungsorte grundsätzlich auch mehr als 1.000 Gäste aufnehmen. Konzerte, Theater und Kinos dürfen öffnen, wenn Auflagen zur Hygiene und Mindestabstände eingehalten werden. Die Abstände zwischen den Stühlen können auf einen Meter reduziert werden, wenn die Besuchenden Mund und Nase während der Vorstellung bedecken.

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) stellte am 27. August in Aussicht, dass Weihnachtsmärkte mit strengen Corona-Konzepten stattfinden könnten. Voraussetzung sei, dass mit den Gesundheitsämtern entsprechende Konzepte erarbeitet werden.

Nicht erlaubt: Clubs werden vorerst nicht wieder aufmachen. Alle Veranstaltungen finden unter Umständen wegen der Mindestabstandsregel mit weniger Publikum statt. Großveranstaltungen sind noch bis mindestens zum 31. Dezember verboten.

 

Demonstrationen und religiöse Veranstaltungen

Erlaubt: Demonstrationen sind unter Einhaltung der Abstandsregeln wieder erlaubt, eine Obergrenze bei der Teilnehmerzahl gibt es nicht mehr. Religiöse Feiern und andere Veranstaltungen sind in öffentlichem oder im privaten Rahmen ebenfalls wieder erlaubt, die Obergrenze liegt bei 1.000 Teilnehmern. Dazu zählen Sportveranstaltungen, Messen, Ausstellungen, Volksfeste, Konzerte, Open-Air-Konzerte, Rock-Festivals, Umzüge, Wahlkampf-, Jubiläums-, Wohltätigkeits-, Theater-, Faschings- sowie Verkaufsveranstaltungen, Lehrveranstaltungen, Tagungen, Kongresse, Seminare, Zirkusse, Einweihungsfeiern, Richtfeste, Hochzeiten, Filmvorführungen, Parteitage, Partys, Stadtfeste, Kinderfeste und Paraden.

Nicht erlaubt: Die Veranstalter müssen die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln sicherstellen und die Teilnehmerzahl kontrollieren. Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen muss außerdem für regelmäßigen Luftaustausch gesorgt und Anwesenheitslisten geführt werden.

 

 

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen

Erlaubt: Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern dürfen Besuch empfangen. Dasselbe gilt für Menschen in Pflegeheimen. Dabei gelten die üblichen Schutzmaßnahmen (Mund-Nasen-Schutz, Abstände, Erfassen von Personendaten). Ausnahmen für das Abstandsgebot gibt es für nahe Angehörige von Schwerkranken oder zur Sterbebegleitung sowie für therapeutische Versorgungen und Seelsorge.

Nicht erlaubt: Personen mit Atemwegsinfektionen sind vom Besuchsrecht ausgeschlossen. Ein Besuchsrecht gilt auch nicht, wenn in in der Einrichtung aktuell ein Sars-CoV-2-Infektionsgeschehen vorliegt.

 

 

Reisen

Erlaubt: Betreiber von Hotels, Campingplätzen oder Wohnmobilstellplätzen sowie alle Vermieter von Ferienwohnungen und -häusern dürfen wieder Gäste empfangen. Sie haben dabei die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln sowie gegebenenfalls auch einen Zutrittsstopp sicherzustellen. Und sie müssen die Personendaten der Gäste in einer Anwesenheitsliste zum Zwecke der Kontaktnachverfolgung erfassen. In allen gemeinschaftlich genutzten Räumen, wie zum Beispiel Frühstücks- und Essensräumen, Aufenthaltsbereichen oder Spielzimmern müssen sie außerdem regelmäßig lüften.

Nicht erlaubt: Urlauber dürfen ins Ausland reisen - für einige Staaten gelten allerdings Reisewarnung [auswaertiges-amt.de]. Dabei sind in jedem Land jeweils nationale Bestimmungen zu beachten. Für Reisende aus Berlin gilt ein Beherbergungsverbot, sobald beim Neuinfektionsgeschehen mehr als 50 Personen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen infiziert werden. Diese Obergrenze ist nicht auf bestimmte Bezirke geschränkt, sondern bezieht sich auf ganz Berlin.

 

Quellennachweis: rbb24 vom 07.10.2020

https://www.rbb24.de/politik/thema/2020/coronavirus/beitraege_neu/2020/04/brandenburg-corona-massnahmen-lockerung-ausgang-kontakt-erlaubt.html

 

 

Darüberhinaus bitten wir um dringende Beachtung der aktuellen Umgangsverordnung, des entsprechenden Bußgeldkatalogs, der aktuellen Quarantäneverordnung, des entsprechenden Bußgeldkatalogs und Hygienerahmenkonzepts sowie der aktuellen Großveranstaltungsverbotsverordnung,
 
Was gilt, wenn Grenzwerte überschritten werden:
https://www.amt-nennhausen.de/news/1/603089/nachrichten/was-gilt,-wenn-corona-grenzwerte-(7-tages-inzidenz)-%C3%BCberschritten-werden.html

 

Corona-Virus Hotline

Landkreis Havelland: 03385 551 71 19

Montag und Dienstag 9 - 18 Uhr

Mittwoch und Donnerstag 9 - 16 Uhr

Freitag 9 - 14:30 Uhr

Bundesgesundheitsministerium: 030 34 64 65 100

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: von Gerd Altmann auf pixabay

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