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"Von Bank zu Bank" - ein Erfolgsprojekt aus Nennhausen

Eine von sechs Bänken in Nennhausen (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: Eine von sechs Bänken in Nennhausen

Der Ursprung des Projektes „Von Bank zu Bank“ war der Tatsache geschuldet, dass der zunehmenden älteren Bevölkerung in Nennhausen keinerlei Sitzmöglichkeiten auf den fußläufigen Strecken im Ort zur Verfügung standen. Der Zufall wollte es, dass zu diesem Zeitpunkt der Paritätische Landesverband Brandenburg e.V. mit dem Projekt „Zur Senkung der Pflegeprävalenz“ in Nennhausen ansässig und bereit war unter Federführung von Ines Neidt diesen Wunschgedanken aufzugreifen. Bevor an die entsprechende „Fachstelle Altern und Pflege im Quartier“ (FAOIQ) ein Fördermittelantrag dafür gestellt werden konnte, startete das Projekt „Von Bank zu Bank“ im Juni 2020 mit einem Rundgang durch Nennhausen, um geeignete Aufstellungsorte für Bänke zu finden. Nach Abwicklung aller Formalitäten ging alles ganzschnell. Der Auftrag zum Bau der Bänke konnte an ein ortsansässiges Unternehmen vergeben werden – was sich als Glücksfall erwies! Mit viel Kreativität und unter Nutzung des natürlichen Holzwuchses entstanden sechs Unikate! Bereits im September 2020 wurden die seniorengerechten Bänke eingeweiht. Diese werden seither - durch freiwillige, sogenannte Bankpaten - regelmäßig gepflegt und instandgehalten, um die Schmuckstücke nicht dem Verfall preis zu geben.

 

Die Freude über Nutzung dieser Bänke ist nicht nur bei Senioren – sondern auch allen anderen Einwohnern und auch Besuchern Nennhausens - ungebrochen. Davon konnten sich die Teilnehmer einer zur Besichtigung des “Von Bank zu Bank“-Projektes veranstalteten Bustour durch das Westhavelland überzeugen. Denn die Idee des Nennhausener Projektes „Von Bank zu Bank“ fand auch in anderen Orten großen Anklang, so dass es inzwischen u.a. auch in Barnewitz, Premnitz, Vieritz und Rathenow ähnliche Bänke oder Knorpelschänken gibt, die zum Verweilen einladen! 

 

Diese vom Demografie Forum des Landkreises Havelland organisierte Rundreise führte die Teilnehmer am 08.05.24 zunächst an den Ursprungsort des „Von Bank zu Bank“ Projektes: nach Nennhausen. Dort wurde die Mitreisenden von der Amtsdirektorin, Ilka Lenke, und der Bürgermeisterin der Gemeinde Nennhausen, Brigitte Noél, herzlichst begrüßt. Der Chor der evangelischen Reformationsgemeinde unter Leitung von Frau Nußbaum sorgte für eine lockere Stimmung. 

 

Von Nennhausen aus ging die Bustour weiter nach Barnewitz, wo die Mitreisenden vom Bürgermeister der Gemeinde Märkisch Luch, Andreas Tutzschke, empfangen wurden. Ein hinreißendes Programm der Kita „Regenbogen“ und die Mitmachaktion der Sportgruppe Barnewitz lenkten kurzzeitig vom eigentlichen Besuch ab. Als Dankschön hatte der mitgereiste Landrat, Roger Lewandowski, jedem eine Knautschbirne für die Handfitness mitgebracht. Und gestärkt durch einen Imbiss im Dorfgemeinschaftshaus wurde die Bustour zu weiteren „Von Bank zu Bank“ – Orten fortgesetzt.

 

So führte die Rundreise weiter nach Premnitz, Vieritz und Rathenow. Das Resümee der Teilnehmer war eindeutig: Die für die „Von Bank zu Bank“ Projekte eingesetzten Fördermittel hätten kaum besser investiert werden können. Die Vielfalt, die Originalität - verbunden mit Zweckmäßigkeit in der Umsetzung - haben die Tourteilnehmer mächtig beeindruckt. Zum Abschluss der Rundreise lud der Bürgermeister Rathenows, Jörg Zietemann, alle Mitfahrenden in die „Mühle Rathenow“ zum Kaffeeklatsch ein. 

 

Es bleibt zu wünschen, dass Fördermittel immer solch eine sinnvolle und nachhaltige Verwendung finden, wie es im Falle des „Von Bank zu Bank“ Projektes gelungen ist!

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